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Pro Montes Preis 2018

 

Für die Zukunft der alpinen Kulturlandschaft

 

Der ProMontesPreis zeichnet Forschungsarbeiten aus, die mit neuen Erkenntnissen einen Beitrag zur Zukunftssicherung der alpinen Kulturlandschaft leisten.

Im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden, gemeinsamen Nachwuchsforschertagung ''Phil.Alp'', getragen von der Interakademischen Kommission für Alpine Studien, ICAS und ''ProMontesPreis'', PMP, getragen von der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschung, SSAF, werden unter den durchschnittlich 25 referierenden Tagungsteilnehmern jene fünf als PMP-Kandidierende nominiert, deren Forschungsthema folgenden Kriterien am nächsten kommt: Relevanz für die Zukunftssicherung der alpinen Kulturlandschaft, Relevanz für die Praxis, inhaltliche Qualität der Arbeit. An der Tagung kürt die PMP-Jury – auch aufgrund des Referates – den Gewinner des ProMontesPreises. Das Preisgeld beträgt neu 3'000 Franken. Zudem erhält der Preisträger eine projektbezogene Unterstützung von 20'000.- Franken, sofern ein den PMP-Kriterien entsprechendes Nachfolge-Forschungsprojekt vorgelegt wird.

2018 findet die Tagung am 1. und 2. März 2018 in Fribourg statt.

Der Programm-Download der Nachwuchsforschertagung,
inkl. die Ausschreibung für den ProMontesPreis
findet sich unter: http://philalp18.akademien-schweiz.ch/d/

Die Schweizerische Stiftung für Alpine Forschung sieht sich veranlasst, speziell die Forschung für die Zukunftssicherung der kulturgegebenen Alplandschaften zu fördern, weil diese im Gegensatz zu den naturgegebenen Wald- und Moorlandschaften des Berggebietes von den etablierten Naturschutzbestrebungen zu wenig berücksichtigt werden.

Seit dem 20 Jahrhundert ist es auch im Alpenraum zu rasanten Umwälzungen gekommen. So konnte sich zwar der Bergwald weitgehend vom Raubbau im 19. Jahrhundert erholen und auch die Rasenlandschaft der alpinen Stufe hat von Naturschutzmassnahmen profitiert. Andererseits leidet aber die traditionelle Kulturlandschaft bis heute unter verschiedensten Entwicklungstendenzen der letzten Jahrzehnte. Mit Tourismus- und Verkehrsentwicklung eröffneten sich für die Bergbevölkerung Verdienstangebote, welche die Landschaftspflege vernachlässigbar machten. Die grösste Gefährdung erwächst der alpinen Kulturlandschaft und dem von ihr abhängigen Drittel des alpinen Biodiversitätsspektrums allerdings aus dem Sein oder Nichtsein der Landwirtschaft selbst. Einerseits führt ihre Intensivierung an rentablen Lagen zum Artenrückgang. Andererseits führt die Bewirtschaftungsaufgabe dort, wo der Mangel an Arbeitsplätzen und Service public zur Abwanderung zwingt, durch konkurrierende Verwaldung ebenfalls zum Rückgang der Artenvielfalt.

Naturschutz und Kulturlanderhaltung sind kein Widerspruch, denn so wie unsere Kulturlandschaft integraler Teil der Natur ist, so ist auch die Naturlandschaft integraler Teil unserer Kultur. Deshalb unterstützt die Schweizerische Stiftung für Alpine Forschung alle Bestrebungen für menschengerechten Naturschutz und naturgerechte Kulturlanderhaltung.

Alpine Biodiversität statt Alpine Brache!

 

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Bisherige Gewinnerinnen und Gewinner des ProMontesPreises:

PMP 2016: Benjamin Dietre, Dissertant am Institut für Botanik der Universität Innsbruck, mit: "Impact de l’agro-pastoralisme sur la biodiversité des paysages alpins de la Basse Engadine pendant les 10’000 dernières années"

PMP 2014: Christoph Schwörer, Dissertant am Oeschger Zentrum der Universität Bern, mit: "Drivers of Holocene Vegetation Dynamics in the Northwestern Swiss Alps"

PMP 2012: Aline Andrey, Dissertantin an der Universität Bern, mit:

"Effets à court terme de la fertilisation et de l'irrigation sur la biodiversité des prairies de fauche en milieu subalpin"